Virginia Janssens, Managing Director von Plastics Europe AISBL, sagt:
Brüssel, 12. Dezember 2025 – „Die heutige vorläufige Einigung ist ein wichtiger Schritt für mehr Kreislaufwirtschaft in Europa. Da jedoch noch mehrere Punkte nicht abschließend definiert sind, ist eine vollständige Bewertung des Ergebnisses zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Klar ist aber, dass in der EU-Gesetzgebung nun bereits zum zweiten Mal verbindliche Ziele für den Einsatz von Rezyklaten aus Kunststoff vorgesehen werden. Das zeigt die wachsende Anerkennung von Kunststoffen als wertvolle Ressource für die Kreislaufwirtschaft.
Es ist bedauerlich, dass sich die Verhandlungsführer letztlich nur auf ein Ziel von 15 % Rezyklateinsatz in neuen Fahrzeugen innerhalb von sechs Jahren verständigt haben. Gleichzeitig erkennen wir an, dass dieser Anteil innerhalb von zehn Jahren auf 25 % steigen soll. Wir hatten den ambitionierteren und aus unserer Sicht umsetzbaren Vorschlag der Kommission unterstützt, bereits mit einem Zielwert von 25 % zu starten. Ein zu niedriger Zielwert zu Beginn könnte die notwendigen Marktanreize schwächen, die notwendig sind, um hochwertiges Recycling auszubauen, Investitionen anzustoßen und die Transformation zur klimaneutralen und wettbewerbsfähigen Kreislaufwirtschaft in Europa voranzutreiben.
Planungssicherheit geht jedoch vor. Wir appellieren daher an das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten, die Einigung zügig zu bestätigen, damit die Industrie Klarheit bei den Rahmenbedingungen hat und ihren Beitrag zu den europäischen Kreislaufwirtschafts- und Wettbewerbszielen leisten kann.
Wir werden weiterhin eng mit politischen Entscheidungsträgern und Partnern der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, um das volle Potenzial zirkulärer Kunststoffe ausschöpfen und die in Europa Klima- und Kreislaufwirtschaftsziele zu erreichen.
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Über den Verband
Plastics Europe ist der paneuropäische Verband der Kunststoffhersteller mit Büros in ganz Europa. Seit über 100 Jahren prägen Wissenschaft und Innovation die DNA unserer Branche. Unsere Mitglieder stellen über 90 % aller Polymere in der EU27+3 (Norwegen, Schweiz, UK) her. Wir verstehen uns als Impulsgeber der Industrie, mit der Verantwortung, im offenen Dialog mit Stakeholdern sichere, kreislauforientierte und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Unser Ziel ist es, langfristig positive Veränderungen zu gestalten.

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