Eröffnungs-Pressekonferenz zur FAKUMA

Wie KI und Digitalisierung die Kunststoffindustrie nachhaltig verändern

Friedrichshafen, 17. Oktober 2023 Heute eröffnet in Friedrichshafen die FAKUMA, die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, die sich in diesem Jahr insbesondere den Themen Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung widmet. Denn Künstliche Intelligenz und Digitalisierung spielen eine Schlüsselrolle, um den ökologischen Fußabdruck der gesamten Kunststoffindustrie zu reduzieren. Auf der Eröffnungspressekonferenz führt Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer von Plastics Europe, auf, wie Künstliche Intelligenz und Digitalisierung zur nachhaltigen Transformation der Kunststoff-Wertschöpfungskette beitragen und die Arbeitsweisen, aber auch Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit einer ganzen Branche verändern.

KI verbessert Produkte und sinkt den Ressourcenverbrauch

Durch intelligentes Produktdesign können Produkte von der Verpackung über Elektronikgeräte bis hin zu Gebäuden so gestaltet werden, dass sie weniger Material benötigen und gleichzeitig die Erwartungen der Kunden erfüllen. KI-Algorithmen beschleunigen zudem die Entwicklung umweltfreundlicherer Materialien mit verbesserten Eigenschaften wie Haltbarkeit und Umweltverträglichkeit. Durch präzise Steuerung und Kommunikation von Maschinen können darüber hinaus Produktionsabläufe optimiert werden, wodurch der Energieverbrauch während der Kunststoffverarbeitung sinkt. Die FAKUMA bietet mit ihren fast 1.500 internationalen Ausstellern eine breite Palette an praxisnahen Beispielen für diese Entwicklung.

Digitale Produktpässe erleichtern Recycling

Digitale Material- und Produktpässe können in Zukunft zuverlässige Auskunft zu Materialbeschaffenheit, Verarbeitung, Reparierbarkeit, Wiederaufarbeitung und Recycling geben und ermöglichen Herstellern, Anwendern und Entsorgern, einen einheitlichen Datenaustausch über den kompletten Produktlebenszyklus.

Automatisierte Sortierung hilft mehr Material zu recyceln

Dank künstlicher Intelligenz und Digitalisierung wird auch der Recyclingprozess effizienter gestaltet. Moderne Sortieranlagen setzen beispielsweise digitale Markierungen und KI-Algorithmen ein, um Kunststoffabfälle automatisch zu klassifizieren. Zudem unterstützen KI-gesteuerte Roboter und die Automatisierung der Demontage die Rückgewinnung wertvoller Kunststoffbestandteile aus komplexen Anwendungen, wie beispielsweise Mobiltelefonen und Tablets. Die voll-automatisierten Recycling-Roboter von Apple Inc., sind dafür das beste Beispiel. Die Kombination von KI und Automatisierung trägt daher dazu bei, wertvolle Kunststoffkomponenten und Rohstoffe aus Altprodukten zurückzugewinnen, und mehr zu recyceln.

Digitalisierung und KI treiben die Nachhaltigkeit in der Kunststoffindustrie voran

„Die fortschreitende Digitalisierung der Kunststoffindustrie eröffnet ein neues Kapitel der Innovation und Nachhaltigkeit. Unternehmen, die diese Technologien optimal nutzen, werden in der Lage sein, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern und gleichzeitig wettbewerbsfähige Produkte auf den Markt zu bringen“, so Ingemar Bühler. „Insgesamt tragen KI und die Digitalisierung erheblich dazu bei, den gesamten Kreislaufprozess effizienter zu gestalten, bessere Produkte zu designen, Materialeinsatz aber auch Abfälle zu reduzieren. Unser Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und gar zu verbessern, und dabei die Auswirkungen der Kunststoffindustrie auf die Umwelt deutlich zu verringern.“

Über den Verband

Plastics Europe ist der paneuropäische Verband der Kunststofferzeuger mit Büros in mehreren Wirtschaftszentren Europas. Mit fast 100 Mitgliedsunternehmen, die für mehr als 90 Prozent der Kunststoffproduktion in Europa stehen, sind wir ein bedeutender Akteur der Kunststoffindustrie, mit der Verantwortung, offen und eng mit den verschiedensten Interessengruppen zusammenzuarbeiten – um sichere, kreislauffähige und ressourcenschonende Ideen und Produkte zu entwickeln. Unser Ziel ist es, den Wandel der Branche hin zu mehr Nachhaltigkeit intensiv voranzutreiben.


Bettina Dempewolf: Sechs Maßnahmen, die langfristig gegen das Müllproblem helfen

Ihre Ansprechpartnerin bei Plastics Europe:

Bettina Dempewolf
Leiterin Kommunikation
Telefon: +49 (69) 2556-1307
Mobil: +49 (171) 9713962
E-Mail: bettina.dempewolf@plasticseurope.de

Inklusive PDF und Pressefotos.